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über jugend wandert

Hintergrund / Ziele

So fing alles an

Verschiedene Überlegungen führten die Deutsche Wanderjugend dazu, 1999 die Kampagne "Junges Wandern" und damit zusammenhängend den 1. Bundeswettbewerb zu realisieren.

Jugendarbeit im Wanderverein
In den Kinder- und Jugendgruppen der Wandervereine gibt es das ganze Spektrum jugendverbandlicher Aktivitäten. Im Gruppenalltag ist für eine/n externe/n BetrachterIn häufig nicht feststellbar, was die Gruppe zu einer Wanderjugendgruppe macht. Womit unsere Gruppen von außen hauptsächlich identifiziert werden - das Wandern - zählt nach häufiger Beobachtung nicht unbedingt zu den Hauptaktivitäten der Kinder- und Jugendgruppen. Aufgrund der hohen Altersdifferenz zu den meisten Vereinsmitgliedern, gibt es nur schwache Bindungen der Kinder und Jugendlichen zu ihrem Wanderverein als Gesamtem. Wandern allgemein erschien in den 1990ern nicht sonderlich attraktiv, das Umfeld nicht ansprechend genug.

Wandern neu entdeckt
Der Kongress "Wandern neu entdeckt" im Februar 1996 in Arnsberg brachte es auf den Punkt: "Wandern ist megapeinlich" für Jugendliche. Wege um dies zu ändern, zeigte unter anderem ein Vortrag von Rainer Brämer.
Wandern scheint also bis heute noch immer "peinlich" für Kinder und Jugendliche zu sein. Dabei zeigen auch alle einschlägigen Studien, dass Aktivitäten, die im weitesten Sinne unter den Begriff "Wandern" gefasst werden können, durchaus hohe Anziehungskraft besitzen. Lediglich der Begriff macht Bauchschmerzen und erinnert zu sehr an rotkarierte Wanderhemden und an Seniorenwanderungen, sowie langweilige Sonntagsspaziergänge.
Mit der Anfang 1998 neu gegründeten Zeitschrift "WALK & more" wurde ein längerfristiger Ansatz verfolgt, es sollte sich eine Kampagne daraus entwickeln und die Zielgruppe der 16-27jährigen erreicht werden.

1. Bundeswettbewerb Junges Wandern 2001/2002

Der erste Bundeswettbewerb „Junges Wandern - Abenteuer, Natur, Sport und Spiel" der Deutschen Wanderjugend (DWJ) war ein weiteres Element der Kampagne Junges Wandern. Durch diesen Wettbewerb sollten Kinder, Jugendliche und auch Erwachsene zur Freizeitgestaltung im Freien animiert werden. „Raus in die Natur, rein ins gemeinsame Erleben!", so das einprägsame Motto des ersten Bundeswettbewerbs. Durch die bundesweite Öffentlichkeitsarbeit sollte der Weg bereitet werden, damit Wandern für viele Kinder und Jugendliche wieder einen positiven Klang bekommt und mit Naturerleben, Spiel, Spaß, Sport und Abenteuer gleichgesetzt wird.
Die Rückmeldungen und das Interesse der Vereine und Gruppen an diesem ersten Bundeswettbewerb führten dazu, dass der Bundeswettbewerb Junges Wandern als fester Bestandteil in das Angebot der Deutschen Wanderjugend aufgenommen wurde.

2. Bundeswettbewerb Junges Wandern 2004

Zwei Jahre nach dem ersten Bundeswettbewerb wurde der zweite ausgerufen. Mit dem 2. Wettbewerb „Junges Wandern" wollte die Deutsche Wanderjugend (DWJ) in Kooperation mit dem Deutschen Jugendherbergswerk Kinder, Jugendliche und Familien zu „Abenteuern“ in der Natur bewegen. Ein weiteres Ziel war es, einer zunehmenden Naturentfremdung von Kindern und Jugendlichen und dem wachsenden Bewegungsmangel entgegenzuwirken. 2004 gab es kleine Veränderungen des Konzepts, der Preiskategorien, des Ablaufs und vor allem des Abschlusses mit Preisverleihung.
Mit der Beteiligung von etwa 2000 Kindern und Jugendlichen und insgesamt 60 Beiträgen war der zweite Bundeswettbewerb ein voller Erfolg. Besonders eindrücklich war das Abschlussfest mit allen Preisträgergruppen und insgesamt 120 Gästen.

3. Bundeswettbewerb Jugend wandert 2008

In die Konzeption des Bundeswettbewerbs 2008 flossen die Erfahrungen der vorangegangenen Wettbewerbe ein und so kam es zu einigen Neuerungen:  Eine wesentliche Änderung gab es in dem Namen des Bundeswettbewerbs. "Jugend wandert" löste "Junges Wandern" ab. Zum einen ist die Wiedererkennung höher, da z. B. die 2005 entwickelte Internetpräsenz www.jugend-wandert.de gleichlautend ist. Zum anderen bringen wir mit „Jugend wandert“ viel deutlicher zum Ausdruck, an wen sich unser Angebot richtet.
Anders, bzw. neu ist nun auch das Logo des Bundeswettbewerbs. Dies hatte einerseits ganz pragmatische Gründe, denn um großflächig werben und drucken zu können, braucht man ein Logo mit einer sehr guten Auflösung/Qualität. Andererseits war es schlüssig, mit einer Namensänderung auch das Logo neu zu gestalten.
Eine weitere Veränderung konnten diejenigen, die von Anfang an das Projekt verfolgt hatten, in dem Zeitabstand zwischen den Wettbewerben feststellen. Zu Beginn sollte der Bundeswettbewerb alle zwei Jahre stattfinden. Aufgrund der umfangreichen, zeitlich- und finanziell aufwendigen Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung beschlossen wir, den Bundeswettbewerb zukünftig alle 4 Jahre durchzuführen.
2008 erfolgte auch eine Neuerung in den Kategorien. In der Auswertung stellten wir fest, dass die Aktivitäten der Kinder- und Jugendgruppen mitunter schwer zu vergleichen sind, daher gibt es seit 2008 getrennte Kategorien für Kindergruppen und Jugendgruppen.
Und besonders interessant für die teilnehmenden Gruppen: Die Preisgelder wurden erhöht.

1.850 Kinder, Jugendliche und Gruppenleiter/-innen beteiligten sich mit 47 Aktivitäten am Bundeswettbewerb Jugend wandert 2008. Sie waren mit selbstgenähten Schuhen unterwegs auf Ötzis-Spuren, untersuchten landschaftliche Besonderheiten, gewannen Wetten, erkundeten Burgen oder überquerten die Alpen.


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